Architektur im Grenzgang

Zum Umgang mit dem Erbe der sozialistischen Moderne im ehemaligen Jugoslawien

aus der Sicht von Roman Bezjak, Susanne Hefti und Damjan Kokalevski

Präsentation Digital Essay

 

Im Juli widmen wir uns einem Kapitel der europäischen Stadtgeschichte, Bauten, denen vielerorts akute Gefahr droht und deren Bedeutung sich gar nicht so leicht beurteilen lässt: dem architektonischen Erbe der sozialistischen Staaten in Mittel- und Osteuropa – und wie in den postsozialistischen (Nachfolge-)Staaten damit umgegangen wird. Dafür laden wir drei ehemalige Grenzgänger·innen ein, die sich schon seit einer Weile in Form von Fotografien und Texten mit dem Nachlass des sozialistischen Realismus und der sozialistischen Moderne im ehemaligen Jugoslawien auseinandersetzen. Dabei wird am Beispiel der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje deutlich, wie sehr eine neu geschaffene, extravagante Identität die Stadt in den letzten zehn Jahren verändert hat. Zwischen 2008 und 2018 entstanden hier zahlreiche neue Gebäude und Monumente für mehr als 680 Millionen Euro. Das architektonische Wissen vom Wiederaufbau der Stadt nach einem gravierenden Erdbeben in den 60er- und 70er-Jahren wurde im gleichen Zug vernachlässigt, verschleiert oder gar zerstört. Wir baten den Professor für Gestaltung und Fotografie Roman Bezjak, die Künstlerin und Architekturhistorikerin Susanne Hefti und den Architekten und Kurator Damjan Kokalevski, sich auf eine fotografische Spurensuche zu begeben und in einem Digital Essay zu verarbeiten, wie sich die Thematik in ihrer künstlerischen Arbeit wiederfindet.

https://lcb.de/programm/architektur-im-grenzgang/

Der Essay entsteht im Rahmen des Grenzgänger-Festivals //open : closed borders//, gefördert von der Robert Bosch Stiftung, und in Kooperation mit dem CLB Berlin – Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, Kulturwissenschaft und Urbanismus.

Veröffentlichungen
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Susanne Hefti , Damjan Kokalevski

Skopje Walkie Talkie