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Mounia Meiborg

Afrikas letzte Kolonie – die Westsahara

2014 | Radio
About the project

Die Vereinten Nationen haben die Westsahara einmal als „letzte Kolonie Afrikas“ bezeichnet. Marokko hält das Land seit 1975 besetzt.

Seit über zwanzig Jahren warten die Ureinwohner der Region, die Sahrauis, auf ein Referendum, in dem sie über ihre Unabhängigkeit abstimmen können. Überall sonst in Afrika wird gerade über Postkolonialismus diskutiert. Nur in der Westsahara dauert die Fremdherrschaft an – auch, weil die Marokkaner eine Art Kolonialismus light praktizieren, die Wirtschaft ankurbeln und geschickt Sahrauis führender Stämme für sich gewinnen.

Durch die sahrauische Gesellschaft geht ein Riss: Die einen fordern weiter die Unabhängigkeit, die anderen haben sich mit den marokkanischen Machthabern arrangiert. Das Feature beleuchtet einen vergessenen Konflikt, der Nordafrika lähmt.

SWR2 
Redaktion: Udo Zindel
Länge: 27:30
Erstausstrahlung: 13.05.2014, 8:30 Uhr

Feature bei SWR2: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/afrikas-letzte-kolonie-die-westsahara/-/id=660374/did=13375586/nid=660374/1khd18z/index.html

BR2
Redaktion: Jörg Paas
Länge: 25:56 
Erstausstrahlung: 02.08.2014, 18:05 Uhr
Wiederholung: 06.08.2014, 14:05 Uhr

Feature bei BR2: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/breitengrad/westsahara-kolonie-afrika-100.html

mail@mouniameiborg.de

About the research

Die Halle, in der der Fisch verkauft wird. Einige Sahrauis fühlen sich von den Marokkanern auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. Andere sagen, dass gerade die Marokkaner ihnen wirtschaftliche Chancen eröffnet haben.

Mounia Meiborg reiste im Frühjahr 2014 als Grenzgänger-Stipendiatin nach Marokko und in die Westsahara. Sie traf sahrauische Unabhängigkeitskämpfer und marokkanische Politiker, Fischer, Geschäftsleute, UN-Mitarbeiter und Jugendliche, die einen Märtyrertod sterben wollen.


Rückblickend resümiert Mounia Meiborg das Ergebnis der Reise, die sie immer wieder aufgrund der Sicherheitslage und aufgrund von Einreisebestimmungen verschieben musste. „Als gelungen empfinde ich, dass ich vor Ort meine Thesen über Bord geworfen habe und die Geschichte ganz anders geworden ist, als ich es geplant hatte.“

  • Autorenfoto Mounia Meiborg
    Mounia Meiborg lebt als Journalistin in Berlin. Sie arbeitet vor allem als Reporterin und Theaterkritikerin für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, den RBB und andere. 1984 wurde sie in Dijon geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften mit den Fächern...